Fechtverband Niedersachsen

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Hannovers Fechtmeister Horst Held gestorben

Hannover.

Von einer weiteren prägenden Fechtpersönlichkeit in Niedersachsen mussten wir nun Abschied nehmen: Am 18. Januar 2016 verstarb Horst Held, langjähriger Fechttrainer in Hannover zu Zeiten des Bundesleistungszentrum.

Unter seiner Trainerregie erlebte Hannover eine Zeit des Erfolges - von einem Weltcupsieger im Florett (Karsten Riedel für den Fechtklub Hannover von 1862), Deutschen Meistertiteln sowie einer überaus erfolgreichen Junioren-Herrenflorettmannschaft bis hin zu zahlreichen weiteren Erfolgen und Siegen.
Als Landestrainer kamen Fechterinnen und Fechter aus dem gesamten Hannoverschen Raum zu ihm. Und diejenigen von ihnen, die es einrichten konnten, waren auch bei seiner Beerdigung anwesend, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.
In der Predigt wurde ein Leben geschildert, in dem das Fechten immer einen großen Raum hatte - denn auch seine Ehefrau Annie stand als Fechterin und Fechttrainerin stets an seiner Seite - und ist es bis zuletzt aufopferungsvoll gewesen. Auch haben bis heute viele seiner ehemaligen Schüler und Vereinsfunktionäre den Kontakt mit Annie und Horst aufrecht erhalten. Vor nicht ganz drei Jahren haben sie noch zusammen seinen 80. Geburtstag gefeiert!

Karsten Riedel, inzwischen in Belgien zuhause, hat auf der Trauerfeier ein Gedicht vorgetragen, in dem er respektvoll die Zeit mit Horst "Hogge" Held als Trainer schilderte: Die vielen tausend Kilometer zu den Turnieren, die gemeinsamen Skatspiele und das Weizenbier, das Horst sich dabei auch mal gönnte - und der Ehrgeiz und die gerade Linie, mit der er seine Schüler immer wieder antrieb.

Horst Held ging 1969 nach Tauberbischofsheim und war dort von 1974-75 als Bundestrainer tätig. DFB-Präsident Güse holte ihn 1976 nach Hannover in das neu gegründete Bundesleistungszentrum für Fechten. Hier war er bis zu seiner Rente gemeinsam mit seiner Frau Annie als Trainerpaar aktiv.

Aber auch gefochten hat Horst Held: Mit dem Säbel hat er als Junior schon an den Deutschen Meisterschaften teilgenommen, bevor er als Senior 1977 sogar Deutscher Meister wurde.

Selbstverständlich waren seine Familie und viele Freunde in dieser letzten schweren Stunde anwesend und wir hoffen, dass Annie von allen Seiten die Unterstützung erfahren wird, die sie braucht.

von Katharina Kroggel, 1. Vorsitzende Fechtklub Hannover von 1862, und Kirstin Meyer, Turn-Klubb zu Hannover

In Gedenken an Manfred Smolla

25.01.2016

Die Sportart Fechten fand im Jahre 1927 zum ersten Mal Erwähnung in Soltau, denn am 25. Mai
1927 nahm der MTV Soltau die Sparte Fechten in sein Turnprogramm auf.
Der Uhrmachermeister Adolf Bunke hatte das Sportfechten während seiner Studienzeit in Köln
erlernt und gründete nach seiner beruflichen Übersiedelung nach Soltau eine Fechtabteilung.
Übungsabende waren in Meyers Hotel und später in dem Saal des Hotels Zum Kronprinzen.
Oft weilte der bekannte Förderer des deutschen Fechtsports, Otto Bethmann, aus Hannover in
Soltau. Die Fechtabteilung hatte zu der Zeit ca. 20 Teilnehmer, worunter sich auch schon Damen befanden!

Der 2.Weltkrieg brachte durch Einberufungen den Fecht- wie auch den Turnbetrieb zum Erliegen.
Nach dem Krieg war das Fechten in Deutschland von den Alliierten Mächten verboten worden, und dieser Beschluss wurde erst 1951 wieder aufgehoben. Waffen und Ausrüstungen waren in dieser Zeit schwer zu beschaffen und nur dort, wo noch solche vorhanden waren und nicht durch
Kriegseinflüsse verloren gegangen sind, lebte der Fechtsport wieder auf.

In Soltau war es bis 1957 um das Fechten still geblieben. Erst als Manfred Smolla, damals Landesklassenfechter aus Wolfenbüttel, nach Soltau umzog, war es wieder Otto Bethmann, der seinem damaligen Schüler keine Ruhe ließ, bis er zusammen mit Adolf Bunke am 20.05.1957 eine
Fechtabteilung im MTV Soltau neu gründete. 1960 musste sich Bunke leider aus gesundheitlichen Gründen vom Fechten zurückziehen, so dass Manfred den Trainingsbetrieb alleine fortgeführt hat.
Besonders die Soltauer Damen waren vom Fechtsport sehr begeistert, was sicherlich auch in der
Person Manfreds begründet war! Nach 2 Jahren gab es 40 Fechterinnen im Alter von 16-25 Jahren
und "nur" 15 Fechter. Von dieser "herrlichen" Zeit mit Grillen von Hühnchen an abgebrochenen Waffen usw. hat er uns oft erzählt!

Nach 4-jährigem Studium legte Manfred 1976 seine Fechtlehrerprüfung ab und 1977 wurde er von der Akademie der Deutschen Fechtkunst, auf der Ehrenburg bei Koblenz, zum Dipl.-Fechtmeister gekürt.
Ende 1977 konnte er bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren den ersten Deutschen Einzelmeistertitel für den MTV Soltau nach 113-jähriger Vereinsgeschichte erkämpfen! Es folgten noch viele weitere.

Sein absolut sportlicher Höhepunkt war 1978 das Erringen des 2.Platzes mit der Säbelmannschaft bei der WM der Fechtmeister in Genf und des 3.Platzes bei der WM in Athen.
1998 wurde ihm für seinen steten unermüdlicher Einsatz für die Allgemeinheit, besonders für die Jugend, das Bundesverdienstkreuz verliehen.
1999 gründete er zusammen mit Dr. Hans-Christian Lohmeyer und weiteren Fechtern den Fechtclub Soltau, dem er bis zu seinem Tod auch als Mitglied angehörte.
Neben der sportlichen Arbeit war ihm auch immer die Charakterschulung wichtig, ebenso die Pflege der Gemeinschaft und der familiäre Zusammenhalt, was sich durch viele schöne Feste oder auch nur gemütliches Beisammensein nach dem Training zeigte.
Konzentration und Reaktion, Schnelligkeit, Körperbeherrschung, Disziplin, Sportlichkeit, Eleganz....das alles macht sie aus - die Faszination des Fechtens

Das ist und war seine Begeisterung für das Fechten, mit der er viele von uns angesteckt hat und
diese Begeisterung ist auch an viele unserer eigenen Kinder schon weitergegeben worden!
Viel stärker, als ihm es sicherlich bewußt war, hat er unser Leben geprägt und ich glaube, dass uns
das auch erst heute so richtig klar wird! Seine volle Hingabe und sein unerschütterlicher Idealismus ist uns bis heute ein beständiges Vorbild.

Viele Freundschaften für das Leben sind so beim Fechten entstanden! Für all das danken wir Ihm!
Sein unermüdlicher Einsatz für das Fechten war unglaublich! Aber wie es immer mit Vorbildern ist, sie haben es schwer. Alles wir Ihnen aufgeladen. Er war für die Sorgen und Nöte der Kleinen dar, er hat die Waffen repariert, er war Chauffeur, Obmann, Seelentröster bei Niederlagen,
Journalist, Turnierplanverwalter, Hallenauf- und -zuschließer, derjenige, der die letzten Tüten und Dosen in der Halle weggeräumt hat, vergessene Kleidungsstücke eingesammelt hat und vieles, vieles mehr, was sich im Dunkeln seiner Kammer zu Hause abgespielt hat.
Und........hat man sich bei Ihm bedankt? Wohl eher selten! Noch einmal von ganzem Herzen:
Danke Manfred, für all die Zeit, die Du uns geschenkt hast!


Dr.Hans-Christian Lohmeyer für den Fechtclub Soltau im Januar 2016

Andreas Ewertowski in Osnabrück für den Trainer des Jahres nominiert

Fechttrainer Andreas Ewertowski

08.01.2016

Der Trainer der Fechtabteilung im Osnabrücker Sport Club Andreas  Ewertowski ist nominiert für den Leo Award Osnabrück als "Trainer des Jahres" 2015.

Gerne möchten wir um Unterstützung  für das Voting (bis 10.1.16) bitten, da ein positives Abstimmungsergebnis nicht nur ein Signal für den Osnabrücker SC und die Fechtabteilung, sondern auch für den Fechtsport in ganz Niedersachsen wäre.

Die verdienstvolle Arbeit von Andreas Ewertowski, die auch im Jahr 2015 wieder zahlreiche Erfolge ermöglicht hat, wie die Verleihung des "Grünen Bandes" an die Fechtabteilung des OSC als einziger Fechtverein in Deutschland und gleichzeitig als einziger Sportverein in Niedersachsen, oder alle Landesmeistertitel im Degen bei den Aktiven, die Bronzemedaille bei der DM B-Jugend Damendegen für Femke Bücker, die Bronzemedaille bei der Junioren DM Herrendegen für Noë Walter, aktueller Zweiter der Juniorenrangliste des DFB, oder der vierte Platz der Mannschaft auch bei der Junioren-DM Herrendegen.

Neben diesen Erfolgen ist es dem Trainer sehr wichtig zu betonen, dass er die Nominierung nicht allein auf sich, sondern auf die gesamte Fechtabteilung bezieht. Er versteht seinen Erfolg als ein gemeinsames Ergebnis aller Fechter, Eltern, Helfer und Unterstützer, die sich beim Fechten engagieren, in der Abteilung sportlich und ehrenamtlich aktiv sind und damit eine funktionierende Abteilung darstellen. 

Eine Auszeichnung wäre eine Auszeichnung für die gesamte Abteilung und damit eine tolle Möglichkeit Werbung für das Fechten in Osnabrück und in Niedersachsen zu machen.

Wichtig wäre ein schnelles Handeln, da die Frist für das Voting am 10.01.2016 abläuft.  VIELEN DANK!!
Hier der Link zur Abstimmung 
http://www.nachtdessports-os.de einfach anklicken, anmelden und Andre Ewertowski unter der Rubrik "Trainer" wählen

 

Matthias Piefke

 

Jubiläum: 50 Jahre "Rüstringer Friese"

Jugend Abteilung
Choreografie der jungen Fechter
Heidrun West und FN Präsident Detlev Hofmann

08.01.2016

Eine Ära um das traditionelle Degenturnier „Rüstringer Friese“ wurde nach 50 Jahren von der Fechtabteilung des WSC Frisia grandios und mit viel Beifall in bleibender Erinnerung beendet.

Für Fechtmeisterin Heidrun West war es persönlich, wenn auch mit viel Wehmut gepaart, das gelungenste Turnier in all seinen Facetten, mit Lobreden und Geschenken. Die erfrischende Choreografie der jungen Fechter, die durch die maritime Musik der Musikgruppe „Santiano“ und durch die passende Kleidung unterstützt wurde. Die perfekte Organisation im Team von Hartmut Wolfteich und Franziska Petzold, die Mithilfe der Eltern und die zufriedenen Teilnehmer werden für eine bleibende Erinnerung sorgen.  Allen möchte ich an dieser Stelle meinen herzlichen Dank aussprechen.

Die Begrüßungszeremonie wurde feierlich gestartet vom Oberbürgermeister Andreas Wagner, der Schirmherr der Veranstaltung war, fortgesetzt vom 1. Vorsitzenden des Stadtsportbundes Nils Böhme, dem 1. Vorsitzenden des WSC Frisia Peter Eilts, dem Fechtpräsidenten vom Fechtverband Niedersachsen Detlev Hofmann und dem Ehrenvorsitzenden des WSC Frisia Horst-Dieter Meyer, der in seiner Festrede die 50 Jahre „Rüstringer Friese“ Revue passieren ließ. Vom ehemaligen Fechtschüler Jakob Willich gab es einen Toast mit viel Humor auf den Ablauf im Fechtunterricht und den Begegnungen auf den unvergesslichen Fahrten zu den Turnieren. Die Gründer und Ehemaligen des  „Rüstringer Friese“ waren aus allen Teilen Deutschlands zu diesem Anlass angereist, um sich in einem Event im Clubheim  mit viel Gesprächsstoff an Vergangenem zu erinnern. Dann hieß es endlich zum letzten Mal „startfrei“ von Heidrun West. Sie wünschte allen 65 Teilnehmern spannende , interessante und faire Gefechte. Das Turnier in der Nordfrost-Arena war zu dem ein Qualifikationsturnier für Aktive im Damen- und Herrendegen des Fechtverbandes Niedersachsen, in dem es um Ranglistenpunkte zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften geht. Leider war der Titelverteidiger Maximilian Hermann vom TSV Hagen nicht anwesend, der auf einem gleichzeitig stattfindendem Bundesranglisten Turnier in Reutlingen weilte. Bei den Herren dominierten Christian Bahlke vom TK Hannover und Jonas Lennart Klein vom ETV Hamburg, die sich dann auch im Finale gegenüber standen. Der glückliche Gewinner war Christian Bahlke vom TKH Hannover. Den Wanderpokal konnte er nicht in Empfang nehmen, denn der WSC Frisia hatte beschlossen, dass der „Rüstringer Friese“ einen Ehrenplatz im Clubheim erhalten soll. So freute sich der Turniersieger über den Ehrenpokal der Stadt Wilhelmshaven und zur Belohnung erhielt er außerdem als praktisches Geschenk einen Degen. Mit dem 5. Platz war Stefan Wolfteich, eigentlich einer von uns, der aber studienhalber in Hildesheim ficht, nicht ganz zufrieden. Vor heimischer Kulisse erreichte Jakob Willich, der gerade aus Kolumbien zurückgekehrt ist und in Rostock studiert, einen 14. Platz. Er war eigens nach WHV angereist, um mitzuhelfen. Patrick Bose vom WSC Frisia belegte den 15. Platz.

Heidrun West

 

Landesmeisterschaften Aktive, Degen und Florett

14.12.2015

Am zweiten Advents-Wochenende trafen sich Niedersachsens Florett- und Degenfechter in Braunschweig, um die Landesmeisterschaften auszufechten.

Die Beteiligung war etwas besser als bei den Meisterschaften der letzten Saison. Dominierte der Osnabrücker SC die Degen-Meisterschaften mit allen vier Titeln, waren die Florett-Spezialisten des MTV Braunschweig mit drei Titeln ähnlich erfolgreich.

Wie immer organisierten die Braunschweiger die Turniere reibungslos. Der Zeitplan bei den Florett-Fechtern litt unter dem Mangel an Kampfrichtern. Drei(!) Kampfrichter - zwei Braunschweiger, ein Hildesheimer - waren anwesend. Alle anderen Vereine haben sich auf die Ablöse verlassen. Aber: Ein 50-Euro-Schein kann nicht jurieren!

 

Zu den sportlichen Ergebnissen:

Im Damenflorett siegte die Neu-Braunschweigerin Stefanie Seidel im Finale gegen die ebenfalls Neu-Braunschweigerin Wibke Exner mit 15:12. Sie hatten in ihren Halbfinals Lena Palapies aus Winsen und Kerstin Müller vom TSV Buchholz 08 besiegt.

Im Mannschaftswettbewerb trat eine junge Mannschaft von Eintracht Hildesheim gegen die Braunschweigerinnen an und unterlagen 11:45.

Im Herrenflorett gab es ein Überraschungsfinale: Miles Pieles (EintrachtHildesheim) und Lennart Reitz (FK Hannover) hatten sich in den Halbfinals gegen die Hamelner Vassili Golod bzw. Malte Magerkurth durchgesetzt. Miles siegte im Finalgefecht im letzten Bruchteil der letzten Sekunde mit 11:10.

Im Mannschaftsfinale standen sich TC Hameln und MTV Braunschweig gegenüber, nachdem sie ihre Halbfinals gegen VfL Wolfsburg bzw. Eintracht Hildesheim deutlich gewonnen hatten. Die Braunschweiger gewannen mit 45:41. Im kleinen Finale schlugen die Hildesheimer die Wolfsburger mit 45:29.

Im Damendegen verteidigte Catherina Schwab (Osnabrücker SC) ihren Titel erfolgreich. Anastasiya Myanovska (GW Delmenhorst) war im Finale mit 7:15 unterlegen. Bronze gewannen Laura Hackmack (SV Vorwärts Nordhorn) und Mattea Wehage (Osnabrücker SC).

 

Die siegreichen Mannschaften des MTV Braunschweig

Im Damendegen verteidigte Catherina Schwab (Osnabrücker SC) ihren Titel erfolgreich. Anastasiya Myanovska (GW Delmenhorst) war im Finale mit 7:15 unterlegen. Bronze gewannen Laura Hackmack (SV Vorwärts Nordhorn) und Mattea Wehage (Osnabrücker SC).

Die Damenmannschaft des Osnabrücker SC holte sich den Mannschaftstitel mit 45:32 gegen SV Vorwärts Nordhorn. Den 3. Platz belegte die Mannschaft des MTV Braunschweig.

Im Herrendegen trafen im Finale zwei OSC-Fechter aufeinander: Routinier Rainer Rauch gegen den Neu-Osnabrücker Kilian Stadter. Kilian Stadter siegte mit 15:13. Auf den dritten Plätzen Eike Kluge (FK Hannover) und Fridolin Röder (MTV Braunschweig).

Das Mannschaftsfinale war eine klare Sache für die Osnabrücker. Die Braunschweiger hatten mit 31:45 das Nachsehen gegen die gleichmäßig stark besetzte OSC-Mannschaft. Im kleinen Finale siegte der FK Hannover klar mit 45:10 gegen die Nordhorner.

Werner Hensel

Siegerehrung der Mannschaften im Degen

Säbel DM der Junioren in Nürnberg

23.11.2015

Am Samstag, 21.11.2015 trafen sich die besten Junioren-Säbelfechter Deutschlands zu ihrer diesjährigen Meisterschaft in Nürnberg, startberechtigt sind die Jahrgänge 1998 bis 1996, es dürfen aber auch die A-Jugendlichen ab Jahrgang 2001 teilnehmen. Auch aus Niedersachsen traten drei Fechter mit dem Säbel an: Charlotte Boldt (TV Uelzen), Mahnaz Shahriyari (TSV Winsen) und Paul Lorenz Meyer (Blau-Weiß Buchholz).

Zunächst wurde das Melde-System diesjährig erneuert. Vereine und sogar Fechter können ihre Beteiligung nun direkt mitteilen, der Landesverband bestätigt dann die Teilnahme. Außerdem wurde der Zeitablauf verbessert, somit können Fechter ihre notwendigen Pausen auch tatsächlich nehmen, stehen nicht mehr ständig auf Stand-by. Weiterhin treten nun in der Vorrunde tatsächlich alle Fechter gegeneinander an, es gibt keine Freilose mehr. Gerade diese letzte Neuerung macht es aber natürlich auch den Fechtern in den Runden etwas schwerer, die Ranglistenbesten werden nun auf alle Vorrunden gleichmäßig aufgeteilt, es entstehen völlig neue Voraussetzungen für den folgenden Direktausscheid.

Paul Lorenz Meyer traf in seiner 7er Vorrunde nur auf DFB-Ranglisten-Platzierte. Eines der ersten Gefechte verlor er gegen den Ranglisten Ersten Eduard Gert und fand danach kaum noch in seinen Rhythmus. Trotzdem ist er mit Platz 78 sehr zufrieden aus der Halle gegangen, auch wenn er aus dem Direktausscheid heraus fiel.

Mahnaz Shahriyari trat in einem 6er Feld an. Die Stärken ihrer Gegnerinnen waren sehr unterschiedlich, zumal sie Linkshänderin ist. Auch Annika Steiger aus Dormagen und Imke Warnecke aus Herford, beide auf vielen Turnieren unterwegs, waren in ihrer Gruppe. Irgendwie stimmte das Tempo heute nicht, die Hiebe saßen nicht sauber, und es kam zu keinem Sieg in ihrer Gruppe. Der Platz 57 war nicht so erfreulich, sie will sich aber zur nächsten DM verbessern.

Charlotte Boldt hatte auch ein 6er Feld auf der Planche. Das erste Gefecht gegen Katrin Roth aus Dormagen brachte sie gleich aus dem Gleichgewicht, die DFB-Ranglisten Vierte Volkmann (Eislingen) hatte aber schon ihre Schwierigkeiten mit dem Gefecht, und gegen die erfolgreiche Gizinski aus Herford siegte sie sorglos. Somit war der Weg in den Direktausscheid offen.

Der erste DA ging gegen Annette Kramer (Eislingen), sie war sehr angriffsstark und der Trainer sagte ihr direkt, sie solle aggressiv werden, hierauf musste sich Charlotte zu lang einstellen und verlor. Der Hoffnungslauf brachte sie mit Lena Wolf (Alsfeld) auf die Bahn. Hier war ein Sieg durch geschickte Mensur und Körperparade unproblematisch. Der dritte DA gegen Celina Treffkorn (Eislingen) schien nicht unmöglich, aber Charlotte setzte ihre Treffer zu ungenau - und das ist beim Säbel  eben entscheidend.  Platz 46 im Gesamtklassement ist ein gutes Ergebnis, sie ist schon zufrieden für ihr zweites Jahr mit dem Säbel.

Die Organisation auch unter J. Rieg und natürlich dem Fechterring Nürnberg e. V.  lief eher reibungslos, Fragen wurden sofort geklärt, die Technik war wunderbar. Auch die Halle war gut vorbereitet (Erste Hilfe, Technik, Cafeteria, usw.).

 

Sybille Boldt

Und dann waren da noch die Senioren!

Deutsche Meisterschaften 10./11. April 2015 in Bad Dürkheim

Bei den DSenM in Bad Dürkheim konnten die Niedersachsen dieses Jahr sich mit 12 Medaillen hervorragend platzieren. Im Herrenflorett 60+ wurden gleich alle Medaillenplätze von ehemaligen Gofinionschülern belegt. Erfreulich war, dass auch aus den Vereinen, von denen man sonst im Lande nicht ganz so viel hört, Teilnehmer in Bad Dürkheim dabei waren. Zu wünschen übrig läßt allerdings noch die Teilnahme der 40jährigen. In dieser Altersklasse vertrat Karl-Heinz Goudschaal vom TV Norden als einziger Niedersachsen und erreichte Platz 30.

 

DAMEN

     Degen 60+
            Bronze    Karin Jansen (TK Hannover)
            7. Platz     Heidrun West (Frisia Wilhelmshaven)

     Florett 60+
            Bronze    Karin Jansen (TK Hannover)
            8. Platz     Heidrun West (Frisia Wilhelmshaven).

     Säbel 60+
            Gold        Karin Jansen (TK Hannover)
            Bronze    Heidrun West (Frisia Wilhelmshaven)

     Degen 70+
            Bronze    Bärbel Gorius (VfL Wolfsburg)

     Florett 70+
            Gold        Bärbel Gorius (VfL Wolfsburg)

 

HERREN

     Degen 40+
            30. Platz   Wilhelm Goudschaal (TV Norden)

     Degen 60+
            Bronze    Werner Hensel (MTV Braunschweig)

     Florett 60+
            Gold        Heinrich Böhmer (Jahn Wolfsburg)
            Silber      Berthold Schaum (DF Hannover)
            Bronze    Werner Hensel (MTV Braunschweig)

     Säbel 60+
            5. Platz     Heinrich Böhmer (Jahn Wolfsburg)
            7. Platz     Volkhard Herbst (Eintracht Hildesheim)

     Florett 70+
            Silber      Hans Visser (Emder TV)
            11. Platz   Werner Söchting (MTV Stedum)

     Säbel 70+
    
       Silber      Hans Visser (Emder TV)
            8. Platz     Norbert Decker (Raspo Osnabrück)

 

 

EM 14.-17. Mai 2015 in Porec/Kroatien

Bei der EM ist die Teilnahme unbeschränkt. Entsprechend groß sind die Teilnehmerfelder. Allerdings waren wir mit nur 4 Niedersachsen dabei. Am Start waren:

 

DAMEN

     Degen 60+
            6. Platz     Karin Jansen

     Florett 60+
            6. Platz     Karin Jansen

 

     Säbel 60+
            Bronze    Karin Jansen

     Degen 70+
            7. Platz     Bärbel Gorius

     Florett 70+
     8. Platz            Bärbel Gorius

HERREN

     Florett 60+
            Bronze    Berthold Schaum

     Florett 70+
            10. Platz   Hans Visser

     Säbel 70+
            6. Platz     Hans Visser

European Masters Games Nice 2015

Hier nahm Anfang Oktober Christel Demberger vom SV Vorwärts Nordhorn teil und belegte in der AK 50+ den 6. Platz im Säbel.

 

WM 19. -25.10.2015 in Limoges/Frankreich

Nachdem neben der DM auch die Qualifikationsturniere der Senioren in Kassel, Hamburg und München erfolgreich besucht wurden, erfolgt die Nominierung der jeweils vier Besten einer Altersklasse für die WM. Dieses Jahr waren es 11 Nominierungen für sechs Fechter aus Niedersachsen im Einzel

DAMEN                                                         HERREN

     Degen 60+                                                    Degen 60+
    
       8. Platz     Karin Jansen                                 12. Platz   Werner Hensel

     Florett 60+     Florett 60+
    
       13. Platz   Karin Jansen                                 9. Platz     Heinrich Böhmer
                                                                                   28. Platz   Berthold Schaum

     Degen 70+
    
       7. Platz     Bärbel Gorius       

     Florett 70+                                                    Florett 70+
            10. Platz   Bärbel Gorius                                5. Platz     Hans Visser

     Säbel 60+                                                       Säbel 60+
            8. Platz     Karin Jansen                                  24. Platz   Heinrich Böhmer

                                                                            Säbel 70+
                                                                                  
16. Platz   Hans Visser

 

Das bedeutete dieses Mal, viermal knapp eine Medaille verpasst. Dafür gab es bei den Mannschaftseinsätzen mehr Erfolge.

     Damendegen
            Gold        Karin Jansen

     Damenflorett
            4.Platz      Bärbel Gorius Karin Jansen,

     Damensäbel
            Silber      Karin Jansen
 

     Herrenflorett
            Silber      Berthold
Schaum, Hans Visser 

Karin Jansen 09.11.2015

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