Fechtverband Niedersachsen

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TKH holt Gold und Bronze bei Senioren-DM

So sehen Sieger aus: Die TKH-Ladies holen sich den DM-Titel im Degen und Bronze im Florett
Starker 5. Platz: Die Degen-Herren des TKH sind zufrieden

Seit 2001 nehmen die Fechterinnen und Fechter des TK Hannover an den Deutschen Senioren-Mannschaftsmeisterschaften teil, die dieses Jahr zum 20. Mal in Dresden ausgetragen wurden. Mit zwei Medaillen in Gold und Bronze war der TKH der erfolgreichste Verein der Meisterschaft.

Mit den Fechterinnen Karin Jansen, Conny Muhl, Kirstin Meyer und Angela Öztanil traten die TKH-Damen zunächst gegen den ETV Hamburg an und mussten eine 6:3-Niederlage einstecken. Es folgten Siege in den Duellen gegen Zülpich, Rotation Berlin und Darmstadt. Im Halbfinale wurden die vorjährigen Meisterinnen aus Ditzingen mit 5:3 geschlagen. Im Finale standen sich dann erneut die Fechterinnen des TKH und des ETV gegenüber. In der Neuauflage des Vorrundengefechts fochten die TKH-Damen konsequent durch und siegten deutlich mit 5:2. Damit sicherten sich die Damen einen DM-Titel mit dem sie im Vorfeld eigentlich nicht gerechnet haben.

Nach dem Motto „never change a winning team“ ging die Erfolgs-Equipe auch im Florett an den Start. Hier traten die sechs gemeldeten Mannschaften jeweils gegeneinander an. Auch wenn die Gefechte häufig sehr knapp ausgingen, kamen am Ende zwei deutliche Mannschaftsniederlagen gegen den Abonnementsieger OFC Bonn und Rotation Berlin heraus. Mit Siegen gegen Dörnigheim, Gastgeber Dresden und den ETV erkämpften sich die TKH-Fechterinnen hinter Bonn und Berlin einen starken dritten Platz.

Eine sehr gute Leistung erbrachten auch die Degenherren des TKH, die ihren 5. Platz vom Vorjahr verteidigen konnten. An Christian Bahlke, Frank Gerber und Fritz Ketzer hatte sich die Konkurrenz von 16 Mannschaften im K.o.-System die Zähne auszubeißen.  

Karin Jansen

Frisia-Fechter auf den Spuren von Peter Joppich

Die Fechter des WSC-Frisia in der Sporthalle des OFC Bonn

Sechs Fechterinnen und ein Fechter aus der Fechtabteilung des WSC Frisia Wilhelmshaven trainierten im Rahmen eines Lehrgangs drei Tage lang im Fechtzentrum Bonn mit. Caroline von Finckenstein, Paula de la Roche, Hannah Müller, Sophie Leinert, Jule Malz, Katharina Droste und Janek Hertel lernten die Abläufe des Bundesleistungszentrums kennen und besichtigten das Fechtinternat. An gleicher Stelle begann auch die Karriere des vierfachen Florettweltmeisters Peter Joppich.

Der Deutscher Fechter-Bund nutzte den Lehrgang gleichzeitig als Sichtungsmaßnahme für junge Talente. „Der Internatsleiter und der Bundestrainer lobten die Frisia-Fechter in höchsten Tönen“, so Trainerin Heidrun West. Bei den Deutschen B-Jugend Meisterschaften in Moers wollen die Fechterinnen Caroline von Finckenstein, Paula de la Roche, Hannah Müller und Jule Malz zeigen, was sie in Bonn gelernt haben. Die vier Mädchen aus Wilhelmshaven vertreten im Teamwettbewerb am 25. Mai nicht nur ihren Verein, sondern auch das Land Niedersachsen.

Heidrun West

Schüler haben neue Landesmeister

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Vereinsjubiläum hat der MTV Soltau die diesjährigen Florett-Landesmeisterschaften für Schüler und B-Jugend ausgerichtet. Fast alle Vereine des Niedersächsischen Fechtverbandes waren unter den über 100 Fechterinnen und Fechtern vertreten.

Bei den Jungs in der B-Jugend war der FK Hannover nicht zu schlagen. Der Titel im Jahrgang 2000 ging an David Quappill, Teamkollege Jochen Nienhoff siegte in der Altersklasse 2001. Bei den Mädchen gab es etwas mehr Abwechslung. Vanessa Will (MTV Soltau) siegte im Jahrgang 2000, Jule Malz (WSC Frisia) im Jahrgang 2001.

So richtig spannend machten es die Schülerinnen (2002). Nach der letzten Runde hatten drei Fechterinnen die gleiche Anzahl an Siegen. Nach dem Stichkampf ging der Landesmeistertitel an Gesa Dünkel (FC Soltau). Leona Verbrüggen (ASC Göttingen) und Uta Terlutter (SV Munster) mussten sich geschlagen geben. Bei den Schülern triumphierte Valentin Rafalzyk (FC Soltau) vor Lokalmatador Nick-Malte Lenschow (MTV Soltau). Im Jahrgang 2003 siegten Juliane Oppenländer (Eintracht Hildesheim) und Hamza Ozoguz (GW Delmenhorst). Die Jüngsten (2004) hatten eine Menge zu tun. Jennifer Voskuhl (SV Munster) und Ben Schrödter (FK Hannover) wurden neue Landesmeister. Der FK Hannover siegte bei den Mannschaftswettkämpfen der Herren klar mit 45:19 gegen die Startgemeinschaft Eintracht Hildesheim/FC Soltau. Die Gefechte um den 3. Platz konnte der MTV Soltau gegen den WSC Frisia für sich entscheiden. Bei den Damen wurde der WSC Frisia konkurrenzlos Landesmeister.

Kai-Uwe Hickl

Senioren fechten um Medaillen - und Brot

Gaben alles: Die Seniorenfechter bei den Norddeutschen Meisterschaften in Hannover
Gaben alles: Die Seniorenfechter bei den Norddeutschen Meisterschaften in Hannover

Schon zum 24. Mal war die Fechtabteilung des TK Hannover Ausrichter der Norddeutschen Seniorenmeisterschaften in der niedersächsischen Landeshauptstadt. In spannenden Gefechten kreuzten die Seniorenfechter zwischen 30 und 80 Jahren die Klingen und kämpften um die besten Platzierungen. Am Start waren insgesamt über 100 Teilnehmer aus dem In- und Ausland – darunter auch aktuelle WM-Medaillengewinner.

Seniorennationalfechter aus dem Ausland kommen Jahr für Jahr immer wieder gerne an die Leine oder schauen selbst dann in der Halle vorbei, wenn sie nicht aktiv mitfechten können. Wenn auch nicht alle Fechter eine Medaille gewinnen konnten, fuhren doch alle nach einem gelungenen Turnierverlauf zufrieden und in guter alter Tradition mit einem Hannoverschen Gersterbrot nach Hause. In manchem Fechterhaushalt werden die Brote beim Wochenendeinkauf bereits fest eingeplant.

Mehr Bilder vom Wettkampf gibt es hier:

www.turn-klubb.de/de/sportangebote/wettkampf/fechten.

Karin Jansen

Gold, Gold, Gold: Jansen räumt in Kassel ab

Auch das neue Jahr beginnt aus Sicht der niedersächsischen Seniorenfechter überaus erfreulich: Bei den Internationalen Hessischen Meisterschaften in Kassel durften Karin Jansen und Co. mehr als nur einmal jubeln. Neben Medaillen gab es für die Niedersachsen am 8. und 9. Februar außerdem wertvolle Punkte für die WM-Quali.

Berthold Schaum (DF Hannover/Herrenflorett 60+) sicherte sich mit souveränen Gefechten den ersten Platz und machte in der deutschen Seniorenrangliste einen Sprung auf Rang drei. In der gleichen Altersklasse überzeugte bei den Damen Karin Jansen (TK Hannover) – und das gleich in allen drei Waffen. Die Allrounderin aus der Landeshauptstadt führt damit im Säbel, Florett und Degen die Rangliste an.

Auf dem ersten Platz landete auch Bärbel Gorius (VfL Wolfsburg/Damenflorett 70+). Mit dem Degen wurde sie Dritte. Ein Bronze-Triple erkämpfte sich Hans Visser (ETV Emden). Auch Heidrun West (Frisia Wilhelmshaven/60+) holte mit dem Säbel Bronze. Im Degen und Florett belegte sie jeweils den sechsten Platz. Volkhard Herbst (Eintracht Hildesheim/60+) wurde im Säbelwettbewerb Fünfter und landete im Degen auf Rang sechs. Norbert Decker (Raspo Osnabrück/Herrensäbel 70+) belegte in der Endabrechnung den sechsten Platz. Seine Teamkollegen Halka Tuchen (Damendegen 50+) und Martin Barkawitz (Herrendegen 50+) platzierten sich auf den Positionen 12. und 26.

Karin Jansen/Vassili Golod

Senioren-DM: Erfolge auf und neben der Planche

Die Fechtanzüge hatten kaum Gelegenheit zum Trocknen. Gerade von der Senioren-WM zurückgekehrt, hieß es wieder: Fechttaschen packen und ab zur Deutschen Meisterschaft nach Bad Dürkheim. Hier ging es neben dem prestigeträchtigen DM-Titel auch um wertvolle Punkte für die nächste WM-Quali.

Insgesamt 22 Starter aus Niedersachsen gingen in Bad Dürkheim auf die Planche. Dabei platzierten sich 15 unter den letzten Acht. Unterm Strich gab es 9 Medaillen: fünf mal Bronze, zwei mal Silber und zwei mal Gold – ein erfreuliches Ergebnis. Die DM-Titel sicherte sich Karin Jansen mit Säbel und Degen (TK Hannover/60+). Mit dem Florett holte sie den Vize-Titel und musste sich lediglich der Vize-Weltmeisterin Ute Wessel aus Bonn geschlagen geben. Die zweite Silbermedaille ging an den Florettspezialisten Hans Visser (Emder TV/70+). Bronze erfochten sich Bärbel Gorius (Vfl Wolfsburg/Florett und Degen 70+), Heidrun West (Frisia Wilhelmshaven/bel 60+), Volkhard Herbst (Eintracht Hildesheim/bel 60+) sowie Hans Visser (Säbel 70+). Die weiteren Ergebnisse gibt es unter www.senioren.fechten.org nachzulesen.

Senior des Jahres“ kommt aus Niedersachsen

Besonderer Programmpunkt des Fechterballs, der traditionell am Samstag nach den Wettkämpfen durchgeführt wird, ist immer die Bekanntgabe des lange gehüteten Geheimnisses, wer denn „Senior des Jahres“ wird. Nach den Niedersachsen Bette Raveling (2003) und Karin Jansen (2008) wurde dieses Jahr Dr. Volkhart Herbst zum „Senior des Jahres 2013“ gekürt. In Anerkennung seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten als Seniorensprecher (2008 bis 2011) und seiner sportlichen Erfolge (u.a. Europameister) erhielt er dieses Jahr die Trophäe.

Karin Jansen

 

Vize-Weltmeisterin im Degen: Karin Jansen (Foto: Privat)
Vize-Weltmeisterin Bärbel Gorius auf der Planche (Foto: Privat)
Hans Visser holte mit dem Florett Bronze nach Niedersachsen (Foto: Privat)
Auch mit dem Säbel-Team gab es Edelmetall für Karin Jansen (Foto: Privat)

Senioren-WM: Medaillenregen für Niedersachsen

Die Weltmeisterschaften in Varna (Bulgarien/1. bis 6. Oktober) waren für die Starter aus Niedersachsen ein voller Erfolg. Fünf mal Edelmetall durften unsere Senioren im Flieger mit nach Hause nehmen. Erfolgreichste Fechterin war ein mal mehr Karin Jansen (TK Hannover), die allein drei Medaillen holte.

In allen drei Waffen an den Start zu gehen verdient bereits großen Respekt. Dabei sein ist für Karin Jansen aber noch längst nicht alles: Im Degen (60+) kämpfte sich die Hannoveranerin bis ins Finale vor, unterlag hier mit 6:10 der US-Amerikanerin Elizabeth Kocab und wurde damit Vize-Weltmeisterin. Im Florett gelang Jansen der Einzug ins Halbfinale. Hier musste sie sich jedoch der starken Ute Wessel (Bonn) mit 6:10 geschlagen geben und gewann „nur“ Bronze. Lediglich im Säbel musste Karin Jansen auf eine Medaille verzichten. Bereits im Viertelfinale traf sie auf die spätere Weltmeisterin Jane Eyre (USA) und verlor mit 7:10. Unterm Strich auch hier ein ordentlicher 7. Platz.

In einer starken Verfassung präsentierte sich auch Bärbel Gorius. Die Florettspezialistin vom VfL Wolfsburg erreichte in der Altersklasse 70+ das Finale. Mit dem Turniersieg wurde es aber leider nichts – Gorius unterlag der Französin Marie Demaille mit 1:8 und darf sich ab sofort Vize-Weltmeisterin nennen.

Hans Visser aus Emden landete im Florettwettbewerb (70+) auf einem sehr guten 3. Platz. Er musste sich im Halbfinale dem Briten Malcolm Cawton geschlagen geben (5:10).

Am letzten Turniertag wurden erstmals Mannschaftsmeisterschaften ausgetragen. Hier ficht pro Waffe aus jeder der drei Altersklassen ein Fechter mit einem Fechter der gleichen Altersklasse.

Mit ihren Säbelteamkolleginnen Friederike Janshen (Bergedorf) und Janke Wohlfahrt (Ludwigsburg) machte Karin Jansen ihr persönliches Medaillen-Triple voll und gewann im Team Silber. Überlegen war ihnen an diesem Wettkampftag nur das Team aus den USA. Hans Visser belegte mit der Florettmannschaft den undankbaren 4. Platz.

Die weiteren WM-Teilnehmer aus Niedersachsen waren Heidrun West, Christel Demberger und Bertolt Schaum.

Karin Jansen/Vassili Golod

Gisela Lorenz – 60 Jahre Engagement im Fechtsport

FN-Präsident Detlev Hofmann ehrt Gisela Lorenz für 60 Jahre Engagement im Fechtsport (Foto: Privat)
FN-Präsident Detlev Hofmann ehrt Gisela Lorenz für 60 Jahre Engagement im Fechtsport (Foto: Privat)

Seit 150 Jahren gibt es den TSV Hitzacker, 60 Jahre davon hatte sie in der Fechtabteilung den Hut auf – oder besser gesagt: die Maske. Mit 86 Jahren setzt Gisela Lorenz einen würdigen Schlusspunkt hinter ihre Abteilungsarbeit und übergibt die Verantwortung in jüngere Hände.

Als aktive Florettfechterin stand sie selbst mit Freude auf der Planche. Sechs Jahrzehnte lang gab Gisela Lorenz diese Freude in der Sporthalle an den Nachwuchs des TSV Hitzacker weiter. Als Abteilungsleiterin organisierte sie den Trainingsbetrieb in ihrem Verein und begleitete ihre Schützlinge auf alle Turniere quer durch Niedersachsen. Bekannt ist Gisela Lorenz vielen auch als Begründerin des beliebten Jugendturniers in Hitzacker, das jetzt schon seit 40 Jahren ausgetragen wird.

Anlässlich des 150. Vereinsjubiläums des TSV Hitzacker ehrte der Fechtverband Niedersachsen Gisela Lorenz für 60 Jahre Engagement im Fechtsport. „Im Namen des gesamten Fechtverbandes danke ich Gisela für Ihren langjährigen Einsatz für unseren Sport“, so FN-Präsident Detlev Hofmann in seiner Rede im Rahmen des Festaktes. Hofmann überreichte ihr neben einem bunten Blumenstrauß außerdem ein Fechtbuch als Präsent und hofft, „dass wir Gisela noch oft bei Ihrem Turnier in Hitzacker begrüßen dürfen“.

Der Vorstand


Nachwuchs fit für die neue Saison

Seit Donnerstag (8. August) müssen die Schüler in Niedersachsen wieder die Schulbank drücken. Die langen Sommerferien sind vorbei – was bleibt sind die schönen Erinnerungen. Unter anderem an die beiden Trainingslager des Niedersächsischen Fechtverbandes in der Lehrstätte des Kreissportbundes Hildesheim. Hier bereitete Trainer Dr. Boris Touretski gemeinsam mit seinen Assistenten Sybille Boldt und Fabian Schneider den Fechtnachwuchs auf die neue Wettkampfsaison vor.

„Die Lehrgänge sind der Beginn der Vorbereitung auf dem Weg in die neue Saison. Sie sind das Fundament“, sagt Touretski. Der erfahrene Trainer setzte seine Schwerpunkte bei beiden Lehrgängen auf die Entwicklung der Technik und den Aufbau der Kondition. „Technik und Physis sind die Basis – daran haben wir intensiv gearbeitet“, so der Coach.

Melissa Liebig hat insgesamt schon zum fünften Mal an dem beliebten Sommerlehrgang teilgenommen. „Mir gefällt vor allem die Abwechslung zwischen Spiel, Spaß und Fechten“, erklärt die 16-Jährige Fechterin vom ASC Göttingen. An das straffe Trainingsprogramm hat sich Melissa längst gewöhnt: „Der Tag beginnt immer mit einem Morgenlauf – sogar noch vor dem Frühstück. Im Anschluss wird in zwei Gruppen à 12 Personen trainiert“, berichtet die Schülerin weiter.

Während die einen zum Ausdauertraining gehen, müssen die anderen in der Halle ran. Beinarbeit, Partnerübungen und Trainingsgefechte – der fechtspezifische Teil ist stets hart, aber fair. Den Abschluss der Trainingswoche in Hildesheim bildet ein für die Sommerlehrgänge traditionelles Trainingsturnier, bei dem die jungen Fechter ihr Können unter Beweis stellen konnten.

Unterm Strich zeigt sich das Trainerteam mit dem Verlauf der Trainingslager überaus zufrieden. „Es waren viele talentierte Kinder dabei. Insgesamt waren alle fleißig zu folgen und waren mit viel Eifer dabei“, lobt Touretski seine Schützlinge und richtet gleichzeitig einen Appell an die Vereinstrainer. „Es war keine Turniervorbereitung, sondern nur die Grundlage – jetzt liegt es an den Heimtrainern ihre Schüler turnierspezifisch vorzubereiten.“

Vassili Golod

Sechs Medaillen für fünf Fechter

2 x Gold, 1x Silber und 3 x Bronze - das ist die Ausbeute der niedersächsischen Seniorenfechter bei den Mitteldeutschen Seniorenmeisterschaften in Erfurt, die als  WM-Qualifikationsturnier gewertet werden. 


Doppelstarter Volkhard Herbst (Eintracht Hildesheim/AK 60) konnte im Säbel und Degen jeweils Bronze mit nach Hause nehmen. Eine weitere Bronzemedaille erkämpfte sich Bärbel Gorius (VfL Wolfsburg/AK 70) im Florett. Karin Jansen (TK Hannover/AK 60) scheiterte nur knapp am Triple. Nach Gold im Degen und Säbel, gab es gegen Europameisterin Ute Wessel "nur" Silber im Florett. Die weiteren Platzierungen: Halka Tuchen im Degen (10.) und Norbert Decker im Säbel (5.) von Raspo Osnabrück sowie Bärbel Gorius (6.) im Degen.

 

Karin Jansen

EM-Bronze für Jansen

Freut sich über ihre Bronzemedaille: Karin Jansen (Foto: Privat)
Freut sich über ihre Bronzemedaille: Karin Jansen (Foto: Privat)

Mehr als 1000 Fechter gingen bei der diesjährigen Fecht-EM der Senioren in Terni (Italien) an den Start - darunter auch sechs Musketiere aus Niedersachsen. Ihre Ergebnisse in der Übersicht:

Hans Visser (Emder TV/AK 70) belegte im Degen den 22. Platz (42 Teilnehmer). Mit dem Florett erreichte Visser das Viertelfinale und wurde 8. (21 Teilnehmer).

Bärbel Gorius (VfL Wolfsburg/AK 70) erreichte dieses Mal leider keine Medaille und musste sich mit den Rängen 6. (9 Teilnehmer) und 8. Platz (13 Teilnehmer) nach jeweils knappen Niederlagen zufrieden geben.

Volkhard Herbst (Eintracht Hildesheim/AK 60) kam im Degen auf Platz 21. (61 Teilnehmer) und im Säbel auf Platz 17 (27 Teilnehmer).

Halka Tuchen (Raspo Osnabrück/AK 50) belegte im Degen den 42. Platz vor...

...Christel Demberger (Frisia Wilhelmshaven) auf Platz 44 (46 Teilnehmer). Im Säbel kam Christel auf Platz 22 (24 Teilnehmer).

Karin Jansen (TK Hannover/AK 60) startete zunächst im Säbel und belegte nach einer 9:10 Niederlage den 7. Platz (12 Teilnehmer). Nach der verpassten Medaille lief es dafür im Florett um so besser. Nach nur einem Sieg in der Vorrunde erreichte sie nach zwei spannenden Gefechten mit Siegen über die Russin Majorova und die Finnin Someroja das Halbfinale. Mit einem 10:8 Sieg zog dann allerdings die Frankfurterin Szymanski gegen die spätere Siegerin Ute Wessel (Bonn) ins Finale ein.

Karin Jansen

Da ist das Ding: Noë Walter ist Deutscher Meister!

Bejubelt seinen DM-Titel wie ein Weltmeister: Noë Walter (Foto: Privat)
Bejubelt seinen DM-Titel wie ein Weltmeister: Noë Walter (Foto: Privat)

Noë Walter vom Osnabrücker Sportclub lässt seiner Konkurrenz in Ulm keine Chance und wird verdient Deutscher A-Jugend Meister im Herrendegen. Der 16-jährige sicherte sich damit den ersten DM-Titel seiner noch jungen Karriere.

„Ich war mir ziemlich sicher, dass ich gewinnen würde“, so ein selbstbewusster Noë Walter. Der Osnabrücker hat sich akribisch auf die Deutsche Meisterschaft in Ulm vorbereitet – und das bekamen seine Gegner von Anfang an zu spüren. In der ersten Runde der Direktausscheidung demontierte Walter zunächst Philipp Schäfer (OFC Bonn) mit 15:2. Es folgten zwei souveräne 15:7-Siege gegen André Hoch (FC Tauberbischofsheim) und Fabian Patrick Heuer (TSF Ditzingen), ehe der Teenager erstmals seine Nervenstärke unter Beweis stellen musste. Hauchdünn siegte er mit 15:14 gegen Emilio Salimo (Dresdener FC) und war damit erneut eine Runde weiter. „Noë ist in der Lage seine Taktik innerhalb der Gefechte eigenständig umzustellen und die notwendigen Veränderungen technisch umzusetzen“, freut sich Trainer Andreas Ewertowski, der per Telefon über den Erfolg seines Schützlings benachrichtigt wurde.

Nach deutlichen Erfolgen gegen Rico Braun (FC Tauberbischofsheim/15:8) und Raphael Paltz (ATSV Saarbrücken/15:5) setzte sich Walter in souveräner Manier mit 15:11 und 15:13 gegen seine Nationalmannschaftskollegen Marco Brinkmann (Bayer 04 Leverkusen) und Lukas Knechtl (OFC Bonn) durch. Ohne eine einzige Niederlage sicherte er sich damit verdient den Titel.

„Coole Sache!“, jubelt der 16-Jährige und richtet den Blick bereits nach vorn. „Jetzt will ich gut in die Junioren reinfinden und so früh wie möglich wieder die EM- und WM-Teilnahme.“

Die weiteren Platzierungen der niedersächsischen Fechter: Noës Teamkollege Manuel Twent vom OSC landete auf Rang 94. Die beiden Braunschweiger Marlon George und Robert Höftmann kamen auf die Plätze 86. und 84. Lauerent Jockel vom TSV Bucholz wurde 60.

Vassili Golod

DM-Silber für Lennart Reitz

Erfolgsduo: Lennart Reitz und Trainer Dr. Boris Touretski
Erfolgsduo: Lennart Reitz und Trainer Dr. Boris Touretski

Bei den Deutschen B-Jugend Meisterschaften im Herrendegen sicherte sich Lennart Reitz vom FK Hannover den Vize-Titel. Im Finale unterlag der junge Niedersachse nur denkbar knapp mit 8:10 gegen Carl-Noah Fröschl vom Heidenheimer SB.

Eigentlich ist Lennart Reitz Florettfechter. Uneigentlich holte er sich am 10. März bei den Degen-Landesmeisterschaften in Osnabrück den Titel und qualifizierte sich damit für die Deutschen Meisterschaften in Reutlingen. Eine Woche vor dem Turnier gab es dann zur Abwechslung auch mal eine Degen-Lektion von seinem Trainer Dr. Boris Touretski. "Es ist unglaublich mit welcher Sicherheit Lennart die Hand-Treffer beherrscht. Andere brauchen dafür jahrelanges Training", so der Coach. 

In Reutlingen lief für den 14-Jährigen von Anfang an alles nach Plan: Mit fünf Siegen aus fünf Gefechten qualifizierte sich der Schüler souverän für die Zwischenrunde. Hier kassierte er zwei Niederlagen, die ihn jedoch nicht daran hinderten sein erstes K.o.-Gefecht mit 10:2 für sich zu entscheiden. Überrascht wurde Reitz dagegen von der 7:10-Niederlage im nächsten Gefecht. "Nach dem deutlichen Sieg habe ich mich wohl ein bisschen zu sehr entspannt", analysiert der Hannoveraner seine eigene Leistung kritisch. Doch auch mit diesem Rückschlag wusste das junge Talent gekonnt umzugehen und kämpfte sich mit einem knappen 10:9-Sieg zurück ins Feld. Anschließend gab sich Lennart Reitz keine Blöße mehr und arbeitete sich mit vier souveränen Siegen bis ins Finalgefecht vor. In einem spannenden Duell gegen den Heidenheimer Fröschl zog Reitz mit 8:10 den Kürzeren. "Ich wollte besser sein als im letzten Jahr - das ist mir gelungen", freut sich der Niedersachse, der bei der letzten DM auf Platz 9 landete. "Ein bisschen ärgert es mich aber schon, dass es nicht zum Sieg gereicht hat." Trainer Dr. Boris Touretski ist dagegen überaus zufrieden mit dem Ergebnis seines Schützlings. "Lennart hat gut gekämpft und sich auch taktisch sicher behaupten können. Seine Einstellung gefällt mir - die Richtung stimmt."

Die weiteren Platzierungen der niedersächsischen Degenfechter: Bei den älteren B-Jugendlichen erreichte Bjarne Gross vom Osnabrücker SC in der Endabrechnung Platz 40, Simon Gronemann vom FC Oldenburg landete auf Rang 51 und Dennis Haubt vom SV Munster kam auf den 54. Platz.

Bei den jüngeren B-Jugendlichen wurde Vincent Piefke vom OSC 15., Felix Berger aus Munster kam auf den 42. Platz, zwei Plätze vor Bruder Moritz. Tim Wosnitza aus Osnabrück komplettiert das Gesamtergebnis als 47.

Vassili Golod

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