Fechtverband Niedersachsen

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Geschäftsstelle im Urlaub

Die Geschäftsstelle des Niedersächsischen Fechtverbandes ist vom 17. Juli bis zum 14. August geschlossen. Unsere Geschäftsführerin ist in ihrem wohlverdienten Urlaub. Wir wünschen euch einen schönen Sommer. En Garde!

Florett-DM in Moers

Die niedersächsischen Starterinnen bei der Florett-DM in Moers: Lisa Holste, Louisa Sölter, Charlotte Boldt und Vanessa Will.
Die niedersächsischen Starter bei der Florett-DM in Moers: Maximilian Spöthe, Lennart Reitz, Christian Lucasov und Jan-Philip Holthus.

Zu der diesjährigen Deutschen A-Jugendmeisterschaft im Florettfechten reisten acht FechterInnen und drei Teams aus Niedersachsen an. Das Gesamtergebnis aller niedersächsischen Fechter war mehr als ernüchternd.

Die beiden besten Einzelergebnisse der männlichen Jugend waren der 59. Platz für Lennart Reitz (FK Hannover) und der 61. Platz für Jan-Philip Holthus. Während es bei der weiblichen A-Jugend nur Vanessa Will mit Platz 60 ins 64er Feld geschafft hat. Die niedersächsischen FechterInnen konnten ihr vorhandenes Potential nicht abrufen und mussten sich allesamt mit hinteren Platzierungen zufrieden geben.

Bei der weiblichen A- Jugend belegte Charlotte Boldt (TV Uelzen) Platz 76., Louisa Sölter (Eintracht Hildesheim) Platz 78. und Lisa Holste vom TC Hameln Platz 82. Bei der männlichen A-Jugendlichen belegte Christian Lucasov von Eintracht Hildesheim Platz 67. und Maximilian Spöthe von Blau-Weiss Buchholz Platz 71.

Im Mannschaftswettbewerb der männlichen A-Jugend traten 19 Mannschaften an. Blau-Weiss Buchholz belegte hier Platz 18. Bei den Damen konnte die Startgemeinschaft Hildesheim/Hameln Platz 18 belegen und die Mannschaft aus Wilhelmshaven Platz 19 von 21 teilnehmenden Mannschaften.

Eckhard Will

Florett-DM in München

Unsere niedersächsischen FlorettfechterInnen haben bei der Florett-DM in München die Fahne hochgehalten. (Foto: Privat)

12 FechterInnen aus Niedersachsen sind nach München zu den Deutschen B-Jugend Meisterschaften gereist. Dabei konnte vor allem Gesa Dünkel mit ihrem Achtelfinal-Einzug überzeugen. 

Im jüngeren Jahrgang der Damen starteten Lara Goldmann (MTV Braunschweig), Hanna Franziska Meyer (Blau-Weiss Buchholz) und Gesa Dünkel (FC Soltau). Dünkel erreichte das Achtelfinale und holte mit Platz 15. das beste Ergebnis aus niedersächsischer Sicht. Die amtierende Landesmeisterin Goldmann überstand souverän die Vorrunde, schied allerdings in der Zwischenrunde aus und belegte in der Endabrechnung Rang 39. Meyer erwischte eine stark besetzte Vorrunde und schied bereits an dieser Stelle aus. Sie belegte Platz 55.

Im älteren B-Jugend Jahrgang traten neben der amtierenden Landesmeisterin Kira Kaufmann mit Hannah Meyer, Jule Malz und Paula de la Roche gleich drei Fechterinnen aus Wilhelmshaven an. Dabei überzeugte vor allem de la Roche mit einer starken Leistung und belegte einen guten 25. Platz. Die beiden anderen Frisia Starterinnen kamen gut durch ihre Vorrunden, mussten sich aber in der Zwischenrunde den Gegnerinnen geschlagen geben: Meyer landete auf Platz 36, Malz auf Platz 39. Kira Kaufmann setzte sich in der Zwischenrunde durch, musste sich dann aber einer stärkeren Gegnerin geschlagen geben und belegte den 30. Platz 30.

Bei den Jungs sah es ähnlich aus. Im jüngeren B-Jugend Jahrgang starteten Nick-Malte Lenschow (MTV Soltau), Valentin Rafalzyk (FC Soltau) und Fritz Henry Otto (ASC Göttingen). Lenschow überstand souverän die Vorrunde, musste sich seinen starken Gegnern in der Zwischenrunde aber geschlagen geben und belegte schlussendlich Platz 41. Otto erreichte Platz 42., Rafalzyk kam auf Rang 45.

Im älteren B-Jugend Jahrgang gingen Jochen Nienhoff, Justus Klingler (beide FK Hannover) und Gustav Krüger (SV Delmenhorst) auf die Planche. Als 21. hat sich Nienhoff als Bestplatzierter der Niedersachsen in einem sehr starken Teilnehmerfeld gut behaupten können. Krüger ging als 35. und Klingler als 55. vom Feld.

Am zweiten Wettkampftag wurden die Mannschaftsentscheidungen ausgetragen. Die Jungs belegten hier Rang 12. Bei den Mädchen gingen zwei Teams aus Niedersachsen an den Start: Frisia Wilhelmshaven und die Startgemeinschaft Buchholz/Braunschweig. Frisia startete souverän konnte aber gegen Westfalen II ihre Überlegenheit nicht ins Ziel bringen und schied auf Platz 17. aus. Die STG Buchholz/Braunschweig landeten auf Platz 20.

Großen Dank an die Betreuung durch Heidrun West, die das Organisatorische gut in der Hand hatte und an die engagierten Eltern, ohne die so ein Start wohl nicht möglich gewesen wäre.

Andrea Goldmann

7. Munsteraner Drachenturnier

138 FechterInnen aus 29 Vereinen waren in diesem Jahr in Munster am Start. (Foto: SVM)

Die Fechtabteilung der Sportvereinigung Munster richtete kürzlich an zwei Wettkampftagen das 7. Munsteraner Drachenturnier für Schüler, Jugend A und B als Qualifikationsturnier des Fechtverbandes Niedersachsen im Damen- und Herrenflorett aus. Mit 138 Fechterinnen und Fechtern aus 29 Vereinen waren in diesem Jahr etwas weniger Teilnehmer als im Vorjahr auf der Planche. 

Dank der Unterstützung zahlreicher freiwilliger Helfer sowie Philip Güttner (FSJler SVM) und Philipp Kouba (Praktikant SVM) war es möglich, dieses Großereignis in der SVM auszurichten. Zudem fand am ersten Wettkampftag eine Kampfrichterprüfung des Fechtverbandes Niedersachsen unter der Leitung des Kampfrichterwartes Hans-Christian Lohmeyer (FC Soltau) statt. Nach einem langen Turniertag konnten sich mehrere Vereine über insgesamt sechs neue Kampfrichter freuen.

In der Jugend A gingen die Turniersiege an Ainhoa Vogel (FC Berlin-Südwest) und Lennart Reitz (FK Hannover). Im Jahrgang 2001 der Jugend B feierten Clara Neumann (FV Bremen 1860) und Jochen Nienhoff (FK Hannover) den 1. Platz. Ebenfalls über den Platz ganz oben auf dem Treppchen freuten sich Frauke Godau (HFC Lübeck) und Nick-Malte Lenschow (MTV Soltau) vom Jahrgang 2002.

Im Schülerjahrgang 2003 nahmen Frauke Godau (HFC Lübeck) und Moritz Fröhlich (FC Lütjensee) die Siegerpokale in Empfang. Marlin Hack (FCI Ratzeburg) und Lennart Voigt (HFC Lübeck) wurden Turniersieger im Jahrgang 2004.

Die Pokale im Jahrgang 2005 blieben im Heidekreis. Bei den Mädchen siegte Clarissa Rafalzyk (FC Soltau). Der Munsteraner Malte Schildt siegte bei den Jungen. Auch der jüngste Jahrgang 2006 zeigte viel Einsatz. Emily Riege (FCI Ratzeburg) und Fabio Madeddu (WMTV Solingen) gewannen in ihrer Altersklasse. Im nächsten Jahr steht die Neuauflage dieses Turniers am 23. und 24. April 2016 ganz im Zeichen von 70 Jahre SV Munster und 35 Jahre Fechtabteilung.

Kai-Uwe Hickl

Säbel-DM in Nürnberg

Am 9. Mai 2015 trafen sich die A-Jugend Säbel-FechterInnen in Nürnberg, um neue Deutsche Meister auszufechten.

Bei den Herren gingen Hendrik Boldt (TV Uelzen), Eric Möller (TSV Hitzacker), Leif Lasse Hokamp (Blau-Weiss Buchholz) und Paul Lorenz Meyer (Blau-Weiss Buchholz) auf die Planche. Leider kam keiner der vier Niedersachsen über die Vorrunde hinaus. Dennoch sammelten die jungen Fechter wertvolle Erfahrungen und wollen in der kommenden Saison wieder angreifen. 

Für die Damen trat nur Charlotte Boldt (TV Uelzen) an, denn die anderen Qualifizierten haben sich für eine Teilnahme an der B-Jugend in München entschieden, die zur gleichen Zeit ausgeführt wurde. Mit zwei Siegen aus fünf Gefechten qualifizierte sich Charlotte für die Direktausscheidung. Nach einer Niederlage in der Runde der letzten 64 kämpfte sie sich durch einen Sieg im Hoffnungslauf wieder zurück. Hier traf Charlotte auf die spätere Bronze-Trägerin und beendete das Turnier auf Platz 44. 

Sybille Boldt

Liebig und Stienhenser beste Niedersachsen bei Junioren-DM

Die besten Junioren-Fechter Deutschlands (U20) sind am 25. und 26. April nach Weinheim gereist, um neue Florett-Meister auszufechten. Der Fechtverband Niedersachsen war mit acht Sportlern vertreten. Überzeugen konnten dabei insbesondere Melissa Liebig (ASC Göttingen) und Dominik Stienhenser (Osnabrücker SC). Beiden gelang der Einzug in die Runde der letzten 32.

Im Herrenflorett verpasste der Osnabrücker Florettspezialist Dominik Stienhenser nur knapp den Einzug ins Achtelfinale und musste sich mit Platz 20. begnügen. Auch Sebastian Scholz (TSV Hitzacker) und Lorenz Bahner (TSV Hitzacker) schafften den Sprung in die Direktausscheidung. Sie schieden hier in der zweiten Runde aus und landeten auf den Rängen 49. und 64. Enrique Pinto Dominguez (Eintracht Hildesheim) hatte Mühe in den Wettkampf zu finden und belegte in der Endabrechnung den 85. Platz. 

Das Damen-Quartett aus Niedersachsen präsentierte sich in der Vorrunde souverän. Melissa Liebig (ASC Göttingen), Aylin Reetz, Jana Wicke (beide Eintracht Hildesheim) und Charlotte Boldt (TV Uelzen) qualifizierten sich für die Direktausscheidung. Charlotte Boldt schied im 128er-Tableau aus und belegte den 73. Platz, auch Jana Wicke musste sich an gleicher Stelle geschlagen geben und belegte in der Endabrechnung den 80. Rang. Nach einem Freilos beendete Aylin Reetz ihren Wettkampftag im 64er-Tableau, Melissa Liebig setzte sich hier durch und wurde erst im 32er-Tableau von Valentina Moor gebremst.

Sybille Boldt

Keine Medaillen, aber viele Erfahrungen

Haben neue Erfahrungen gesammelt (v.l.n.r.): Louisa Sölter, Vanessa Will, Caroline von Finckenstein, Lisa Holste

Wer aus Niedersachsen nach Moers und Jena reist, legt dabei ordentliche Strecken zurück. Einige Nachwuchsfechterinnen aus unserem Bundesland sind dennoch zu den Ranglistenturnieren des Deutschen Fechter-Bundes gefahren. In erster Linie um Erfahrungen zu sammeln, denn der Weg aufs Podium ist derzeit noch nicht in Sicht.

Beim A-Jugend-Turnier In Jena erreichte Vanessa Will (MTV Soltau) mit Platz 30 die beste Platzierung aus niedersächsischer Sicht. Caroline von Finckenstein (Frisia Wilhelmshaven) landete auf Platz 52, Louisa Sölter (Eintracht Hildesheim) auf Rang 65. Lisa Holste (TC Hameln), Anna Schneeberg (TSV Hitzacker) und Lara Goldmann (MTV Braunschweig) verpassten die Qualifikation für die Direktausscheidung und landeten auf den Plätzen 83., 90. und 106.

Eine Woche später gingen die Fechterinnen aus Niedersachsen in Moers auf die Planche. Caroline von Finckenstein (78.), Vanessa Will (81.), Louisa Sölter (86.) und Lisa Holste (112.) konnten hier ihre Leistungen aus der Vorwoche allerdings nicht abrufen.

Nach der A-Jugend gingen in Moers am zweiten Tag die Juniorinnen an der Start. Neben den bereits genannten Fechterinnen, zogen außerdem Melissa Liebig (ASC Göttingen), Charlotte Boldt (TV Uelzen), Aylin Reetz und Jana Wicke (beide Eintracht Hildesheim) für Niedersachsen in den Wettbewerb. Vanessa Will überraschte mit einem guten 37. Rang. Für die Runde der besten 64 qualifizierten sich außerdem Aylin Reetz (55.) und Melissa Liebig (Platz 60). Die weiteren Platzierungen: Jana Wicke (86.), Carolin von Finkenstein (86.), Louisa Sölter (91.), Charlotte Boldt (98.), Lisa Holste (104.).

Text: Eckhard Will

Zwei WM-Titel für niedersächsische Senioren

Karin Jansen holt WM-Gold mit den Degen-Damen (Foto: László Makranczi)
Bärbel Gorius gewinnt den WM-Titel mit dem deutschen Florett-Team (Foto: László Makranczi)

Sechs Tage dauerten die Senioren-Weltmeisterschaften 2014 im ungarischen Debrecen. Bei der perfekt organisierten Fechtveranstaltung wurden Einzel- und erstmals auch Mannschaftswettbewerbe ausgetragen. In der Gesamtwertung landete Deutschland mit vier Gold-, acht Silber- und sieben Bronzemedaillen hinter den USA (6x Gold, 3x Silber, 6x Bronze) und Italien (5x Gold, 1x Silber, 1x Bronze) auf Rang drei. Mit dabei waren auch fünf FechterInnen aus Niedersachsen.

Dass es im Sport Höhen und Tiefen gibt, bekam Karin Jansen (TK Hannover) zu spüren. Im letzten Jahr noch Vizeweltmeisterin im Degen (60+), kam sie in diesem Jahr über die Vorrunde nicht hinaus. Knappe Gefechtsentscheidungen ließen sie bei diesem Mal auf dem letzten Platz landen. Dafür lief es Im Florett etwas erfreulicher. Dort kam das Aus erst in der Direktausscheidung gegen Titelverteidigerin Ute Wessel aus Bonn. In der Endabrechnung blieb ein guter 6. Platz. Im Säbel erreichte Jansen den 13. Platz.

Bärbel Gorius (VfL Wolfsburg) startete gut im Florett (70+). Im Viertelfinale musste sie sich der späteren Vizeweltmeisterin geschlagen geben und mit Platz fünf begnügen. Im Degen schied sie im Viertelfinale aus und belegte Platz 6. Der Emder Hans Visser startete ebenfalls doppelt, wobei die Teilnehmerfelder in der Altersklasse 70+ sehr groß waren. Erst in den Viertelfinalkämpfen verlor er deutlich mit 10:5 und 10:6. Im Florett wurde er 5. von 35 Teilnehmern und im Säbel 10. von 30 Teilnehmern. Heidrun West (Frisia Wilhelmshaven) nahm Ihre Chance im Säbel (60+) wahr, konnte sich aber nicht für die Direktausscheidung qualifizieren. Einen nicht so guten Tag erwischte auch Berthold Schaum (Deutscher Fechtklub Hannover), der im Herrenflorett (60+) knapp die Direktausscheidung verpasste.

Drei Medaillen im Team

Nach einem Testlauf im letzten Jahr und auf der Suche nach einem praktizierbaren Modus fanden dieses Jahr die ersten offiziellen Mannschaftsmeisterschaften einer Senioren-WM statt. Anders als bei der EM, wo die fechtende Mannschaft ein Mindestalter aus den drei Altersklassen auf die Bahn bringen muss, ficht bei der WM jeweils ein Fechter gegen den jeweils anderen seiner Altersklasse in zwei Durchgängen. Statt der einzelnen Gefechtssiege wird die Stafette gewertet.

Tag 3: Goldmedaille im Damendegen mit Karin Jansen vor Frankreich und Finnland. In der Setzrunde gab es einen 30:14-Sieg gegen Japan und eine knappe 27:30-Niederlage gegen Finnland. In der Direktausscheidung folgten Siege gegen Großbritannien (30:29), Finnland (20:16) und Frankreich (24:22). Damit war der Titel perfekt.

Tag 5: Goldmedaille im Damenflorett mit Bärbel Gorius vor Finnland und Großbritannien. Hier fanden besonders spannende Gefechte statt, bei denen auch Bärbel Gorius mit starken Leistungen zum Erfolg beitrug. Nach Siegen gegen Großbritannien (24:21), Finnland (24:19) und Frankreich (30:14), wechselten die Amerikanerinnen bei Rückstand zum Schluss noch schnell eine Säbelfechterin ein, die den Sieg für das US-Team um einen Treffer herausholte. Bis zum Ende wurde gezittert, ob das Trefferverhältnis reichen würde. Es hat gereicht.

Tag 6: Silbermedaille im Damensäbel mit Karin Jansen hinter den USA und Großbritannien. Die Amerikanerinnen gewannen alle Kämpfe klar, konnten sie sich doch hier auf drei Einzelweltmeisterinnen verlassen. Die Deutschen verloren gegen die USA mit 21:30 und gewannen 30:18 gegen Großbritannien, 30:12 gegen Frankreich und 30:17 gegen Japan. Eine klare Angelegenheit.

Karin Jansen

Die Fecht-AG stößt zu

AG-Trainer Mehmet Bilinir erklärt worauf es beim Ausfall ankommt (Foto: AG)
AG-Trainer Mehmet Bilinir erklärt worauf es beim Ausfall ankommt (Foto: AG)
Unter Anleitung von Dr. Carsten Wollin üben die AG-Fechter den richtigen Stoß (Foto: AG)
Unter Anleitung von Dr. Carsten Wollin üben die AG-Fechter den richtigen Stoß (Foto: AG)

Einer für alle, alle für einen. In Neu Wulmstorf (bei Buchholz) arbeiten Realschule und Gymnasium eng zusammen, um den Nachwuchs vor Ort für das Fechten zu begeistern und den weißen Sport so zu fördern. Ein Projekt, dass auch für andere Städte in Niedersachsen zum Vorbild werden kann.

Seit Beginn des Schuljahrs 2013/2014 ist am Gymnasium Neu Wulmstorf eine neue Arbeitsgemeinschaft aus der Taufe gehoben worden: Die Fecht-AG. Das Besondere: Sie wird in Kooperation mit der benachbarten Realschule durchgeführt. Woche für Woche kommen 25 Kids in die Sporthalle, um Fechten zu lernen. Eine Zahl, die die Erwartungen von Dr. Carsten Wollin und Mehmet Bilinir weiter übertroffen hat. Das Duo leitet die schulübergreifende Kooperation und freut sich über die große Resonanz.

Im 1. Halbjahr stehen die grundlegenden Bewegungen der Beinarbeit und Waffenführung im Fokus. Die SchülerInnen lernen die richtige Fechtstellungen, üben Schritte, Ausfälle und den korrekten Stoß. Im 2. Halbjahr geht es dann ans Eingemachte: In Form von Freigefechten stellen die neuen FechterInnen ihr Können erstmals unter Beweis.

Schüler unterrichten Schüler

Unterstützt werden die neuen FechterInnen von sechs älteren Schülern, die gleichzeitig als erfahrene Fechter schon ihre Fechtprüfung im Verein Blau-Weiss Buchholz abgelegt haben und nach bestandener Prüfung als Kampfrichter und Übungsleiter die AG tatkräftig unterstützen. Damit ist eine solide Grundlage für die Fecht-AG geschaffen, da Sie Abläufe demonstrieren, die Anfänger bei den Stoßübungen unterstützen und so ihr Wissen und ihre Erfahrung an die „Rookies“ weitergeben.

Erste Wettkampferfolge für AG-Fechter

Sogar Wettkampferfolge kann die Fecht-AG schon verzeichnen, da einige Fechter bereits die Chance hatten, an Sonderlehrgängen mit der vierfachen Europa- und dreifachen Weltmeisterin im Damensäbel Friederike Janshen teilzunehmen. Das Ergebnis dieser Arbeit und des Engagements der Schüler spiegelt sich in den Resultaten wieder: Auf einem Freundschaftsturnier in Göttingen haben die AG-Fechter Tobias und Felix im Herrendegen (A-Jugend) den 1. und 2. Platz erfochten.

Alles in Allem ist die Fecht-AG ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit zweier Schulformen. Für beide Schulen ist das ein wichtiges Qualitätsmerkmal und den Schülern wird ein Angebot ermöglicht, das in der näheren Schullandschaft einmalig ist. Darum heißt es weiterhin am Gymnasium und der Realschule: Übung macht den Meister.

Jürgen Stage

TKH holt Gold und Bronze bei Senioren-DM

So sehen Sieger aus: Die TKH-Ladies holen sich den DM-Titel im Degen und Bronze im Florett
Starker 5. Platz: Die Degen-Herren des TKH sind zufrieden

Seit 2001 nehmen die Fechterinnen und Fechter des TK Hannover an den Deutschen Senioren-Mannschaftsmeisterschaften teil, die dieses Jahr zum 20. Mal in Dresden ausgetragen wurden. Mit zwei Medaillen in Gold und Bronze war der TKH der erfolgreichste Verein der Meisterschaft.

Mit den Fechterinnen Karin Jansen, Conny Muhl, Kirstin Meyer und Angela Öztanil traten die TKH-Damen zunächst gegen den ETV Hamburg an und mussten eine 6:3-Niederlage einstecken. Es folgten Siege in den Duellen gegen Zülpich, Rotation Berlin und Darmstadt. Im Halbfinale wurden die vorjährigen Meisterinnen aus Ditzingen mit 5:3 geschlagen. Im Finale standen sich dann erneut die Fechterinnen des TKH und des ETV gegenüber. In der Neuauflage des Vorrundengefechts fochten die TKH-Damen konsequent durch und siegten deutlich mit 5:2. Damit sicherten sich die Damen einen DM-Titel mit dem sie im Vorfeld eigentlich nicht gerechnet haben.

Nach dem Motto „never change a winning team“ ging die Erfolgs-Equipe auch im Florett an den Start. Hier traten die sechs gemeldeten Mannschaften jeweils gegeneinander an. Auch wenn die Gefechte häufig sehr knapp ausgingen, kamen am Ende zwei deutliche Mannschaftsniederlagen gegen den Abonnementsieger OFC Bonn und Rotation Berlin heraus. Mit Siegen gegen Dörnigheim, Gastgeber Dresden und den ETV erkämpften sich die TKH-Fechterinnen hinter Bonn und Berlin einen starken dritten Platz.

Eine sehr gute Leistung erbrachten auch die Degenherren des TKH, die ihren 5. Platz vom Vorjahr verteidigen konnten. An Christian Bahlke, Frank Gerber und Fritz Ketzer hatte sich die Konkurrenz von 16 Mannschaften im K.o.-System die Zähne auszubeißen.  

Karin Jansen

Frisia-Fechter auf den Spuren von Peter Joppich

Die Fechter des WSC-Frisia in der Sporthalle des OFC Bonn

Sechs Fechterinnen und ein Fechter aus der Fechtabteilung des WSC Frisia Wilhelmshaven trainierten im Rahmen eines Lehrgangs drei Tage lang im Fechtzentrum Bonn mit. Caroline von Finckenstein, Paula de la Roche, Hannah Müller, Sophie Leinert, Jule Malz, Katharina Droste und Janek Hertel lernten die Abläufe des Bundesleistungszentrums kennen und besichtigten das Fechtinternat. An gleicher Stelle begann auch die Karriere des vierfachen Florettweltmeisters Peter Joppich.

Der Deutscher Fechter-Bund nutzte den Lehrgang gleichzeitig als Sichtungsmaßnahme für junge Talente. „Der Internatsleiter und der Bundestrainer lobten die Frisia-Fechter in höchsten Tönen“, so Trainerin Heidrun West. Bei den Deutschen B-Jugend Meisterschaften in Moers wollen die Fechterinnen Caroline von Finckenstein, Paula de la Roche, Hannah Müller und Jule Malz zeigen, was sie in Bonn gelernt haben. Die vier Mädchen aus Wilhelmshaven vertreten im Teamwettbewerb am 25. Mai nicht nur ihren Verein, sondern auch das Land Niedersachsen.

Heidrun West

Schüler haben neue Landesmeister

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Vereinsjubiläum hat der MTV Soltau die diesjährigen Florett-Landesmeisterschaften für Schüler und B-Jugend ausgerichtet. Fast alle Vereine des Niedersächsischen Fechtverbandes waren unter den über 100 Fechterinnen und Fechtern vertreten.

Bei den Jungs in der B-Jugend war der FK Hannover nicht zu schlagen. Der Titel im Jahrgang 2000 ging an David Quappill, Teamkollege Jochen Nienhoff siegte in der Altersklasse 2001. Bei den Mädchen gab es etwas mehr Abwechslung. Vanessa Will (MTV Soltau) siegte im Jahrgang 2000, Jule Malz (WSC Frisia) im Jahrgang 2001.

So richtig spannend machten es die Schülerinnen (2002). Nach der letzten Runde hatten drei Fechterinnen die gleiche Anzahl an Siegen. Nach dem Stichkampf ging der Landesmeistertitel an Gesa Dünkel (FC Soltau). Leona Verbrüggen (ASC Göttingen) und Uta Terlutter (SV Munster) mussten sich geschlagen geben. Bei den Schülern triumphierte Valentin Rafalzyk (FC Soltau) vor Lokalmatador Nick-Malte Lenschow (MTV Soltau). Im Jahrgang 2003 siegten Juliane Oppenländer (Eintracht Hildesheim) und Hamza Ozoguz (GW Delmenhorst). Die Jüngsten (2004) hatten eine Menge zu tun. Jennifer Voskuhl (SV Munster) und Ben Schrödter (FK Hannover) wurden neue Landesmeister. Der FK Hannover siegte bei den Mannschaftswettkämpfen der Herren klar mit 45:19 gegen die Startgemeinschaft Eintracht Hildesheim/FC Soltau. Die Gefechte um den 3. Platz konnte der MTV Soltau gegen den WSC Frisia für sich entscheiden. Bei den Damen wurde der WSC Frisia konkurrenzlos Landesmeister.

Kai-Uwe Hickl

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